Nachhaltigkeit

Permakultur & Selbstversorgung

Auf dem Grundstück möchten wir einen Permakultur-Garten anlegen. Obst- und Nussbäume, Beerensträucher und Gemüsebeete werden zum naschen, verweilen, Schatten spenden und zur Selbstversorgung dienen.

Der Permakulturgarten soll zudem Bienen, Zwergschweine und Laufenten ein Zuhause bieten.

Die Verwendung von Trockentrenntoiletten wird das Düngen mit verdünntem Urin und kompostiertem Kot ermöglichen. Das Verfahren soll in diesem Modellprojekt untersucht werden, wobei die Lebensmittelsicherheit durch regelmässige Probenuntersuchungen des Komposts und des Gartenbodens gewährleistet werden soll.

Überschüssige Lebensmittel werden eingemacht oder anderweitig haltbar gemacht in Erdmieten oder Lagerräumen aufbewahrt, sodass eine ganzjährige Ernährung der Gemeinschaftsbewohner erreicht werden kann.

Autarkie

Der Energiebedarf der Gemeinschaft soll über komplett über regenerative Energien gedeckt werden. Dabei soll die Gemeinschaft als Ganzes autark leben können, nicht jedoch jedes einzelne Tiny House für sich. Dafür soll das Dach des Gemeinschaftshauses mit PV- und Solarthermiekollektoren sowie Kleinstwindkraftanlagen ausgestattet werden. Der Speicher für die elektrische Energie soll im Gemeinschaftshaus installiert werden. Falls nötig sollen zusätzliche PV-Kollektoren auf den Dächern der Tiny Houses auch an diesen Speicher angeschlossen werden.

Das Gemeinschaftshaus soll über eine Holzheizung (Stückholz oder Pellets) geheizt werden. Falls technisch, ökologisch und ökonomisch sinnvoll, sollen auch die Tiny Houses an dieses Heizsystem angeschlossen werden können.

Regenwasser soll gesammelt und aufbereitet für die Sanitäranlagen, Waschmaschinen und die Gartenbewässerung verwendet werden. Weitere Einsatzfelder für aufbereitetes Regenwasser sollen erforscht und praktisch erprobt werden. Hiermit soll nachhaltig die Abhängigkeit von öffentlich bereitgestelltem Trinkwasser verringert werden.

Sharing

Der begrenzte Platz in einem Tiny House kann eine Herausforderung und eine Bereicherung darstellen. Damit nicht jede in der Gemeinschaft wohnende Person einen Akkuschrauber, tausend Bücher und Bettwäsche für Besucher im eigenen Wohnraum aufbewahren muss, planen wir einerseits eine kleine Bibliothek einzurichten und andererseits eine Online-Sharing-Plattform, in der Werkzeuge, private Bücher und andere Gebrauchsgegenstände verzeichnet werden. Der oder die Besitzer/in kann dann direkt aufgesucht und das gewünschte Objekt ausgeliehen werden. Das soll zudem einen bewussteren und ressourcenschonenden Umgang fördern. Hierzu gehört auch Carsharing, wodurch weniger Autos optimaler ausgenutzt werden. 

Pflanzenbasierte Ernährung

Wir ernähren uns (möglichst) pflanzenbasiert. Dies hat viele Vorteile für die eigene Gesundheit, für das Wohl der Tiere und die Umwelt.

  • Für Tiere
    Tiere sind frei, glücklich und am Leben… denn Tiere werden für ihr Fleisch, ihre Milch, ihre Eier, ihr Felle und ihre Daunen gezüchtet, genutzt und schlussendlich getötet.
  • Für die Umwelt
    Die Umwelt, Natur und das Klima werden geschützt… denn um Tierprodukte herzustellen, werden viel Wasser, Futter und Land gebraucht. Zudem wird dadurch auch viel Treibhausgas freigesetzt.
  • Für die Gesundheit
    Die vegane Ernährung wirkt sich meist sehr positiv auf die Gesundheit auf, denn viele Tierprodukte stehen in Verbindung mit hohen Cholesterin-Blutwerten, hohem Blutdruck, Diabetes Typ 2 sowie Krebs.
    Übrigens: Auch Proteine, Eisen und Co sind zur Genüge in pflanzlichen Lebensmittel vorhanden.

Zero Waste

In Deutschland fallen jährlich über 600kg Müll pro Person an. Das hat weitreichende Folgen für unseren ganzen Planeten, welche man mit einem Zero Waste Lifestyle deutlich reduzieren kann.

Mit den 5 R’s (Refuse, Reduce, Reuse, Recycle, Rot) und möglichst unverpacktem Einkaufen sind wir dabei, die Mülltonnen leer schlucken zu lassen.